Projektbeschreibung

kajuga ist ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität Dortmund und der Westfälischen Wilhelms‐Universität Münster. Finanziert wird dieses Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

 

Forschungsbereiche im Projekt

Konkret wird im Projekt kajuga folgenden Fragen nachgegangen:

  • Wie engagieren sich katholische Jugendverbände im System „Ganztagsschule“?
  • Welche Veränderungen oder Konsequenzen gibt es für die schulischen und kirchlichen Angebote durch das Angebot von Jugendverbandsarbeit in Schule?
    • Analyse der konzeptionellen Gestaltung und praktischen Durchführung der Angebote
    • Erhebung der unterschiedlichen Akteursperspektiven auf kirchliche Jugendverbandsarbeit im Kontext von Ganztagsschule
    • Chancen und Grenzen einer Kooperation
    • Aufzeigen von (möglichen) Transformationsprozessen für beide Systeme

Das Ziel ist es, den wechselseitigen Einfluss von kirchlicher Jugendverbandsarbeit und Ganztagsschule am Beispiel schulischen Engagements katholischer Jugendverbände näher zu bestimmen und konzeptionell in einer empirisch fundierten Theorie des (religions‐) pädagogischen Ortes „Ganztagsschule“ zu fassen.

 

Kurzer Einblick in den Forschungshintergrund

Der seit 2003 stark vorangetriebene Ausbau des Ganztagsschulwesens wird in wissenschaftlichen Forschungen in den Blick genommen. Die katholischen Jugendverbände sind aus unterschiedlichen Motiven in den letzten Jahren verstärkt verschiedene Kooperationen mit (Ganztags‐)Schulen eingegangen. Diese Kooperationen sind noch nicht näher wissenschaftlich erforscht. Das Projekt kajuga möchte hier eine auf verschiedenen Ebenen bestehende, spannende Forschungslücke bearbeiten.

 

Forschungsfeld und ‐design

Der BDKJ Osnabrück und der BDKJ Paderborn haben für dieses Projekt als Kooperationspartner zugesagt. Das angedachte Sampling wurde auf Grundlage von Schulform, Schulträger, Stadt‐Land‐Verteilung, dem religiösen Kontext sowie dem Anliegen, die Datenmenge für beide BDKJ‐Projekte gleich zu halten, gewählt. Für beide BDKJ‐Diözesanverbände wurden in Absprache mit den jeweiligen Koordinatoren vier konkrete Projekte ausgewählt, wo die empirische Erhebung stattfinden soll. Diese Erhebung besteht aus drei unterschiedlichen, methodischen Herangehensweisen, die von der Forschergruppe ausgewählt wurden, um den verschiedenen Akteursperspektiven Rechenschaft zu tragen.
Die angedachten Methoden des Forschungsprojektes:

  • ca. 60minütige, leitfadengestützte Experteninterviews mit Verantwortlichen in den Schulen und Verbänden,
  • ca. 75‐90minütige Gruppeninterviews vor Ort in den Schulen mit je max. sechs Schüler_innen (2 Interviews pro Schule), die als Adressaten an den außerunterrichtlichen Angeboten teilgenommen haben,
  • Teilnehmende Beobachtung von ausgewählten Angeboten (je drei Beobachtungen),
  • Anfertigung von Feldnotizen im Forschungstagebuch der Forscher_innen.

Die Erhebungen sind für das Schuljahr 2017/2018 geplant.

Das Projekt wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.