kajuga-Projekt: Katholische Jugendverbandsarbeit und Ganztagsschule

 

Mit der Zunahme der ganztätigen Beschulung wird die Schule nicht nur zu einem noch zentraleren Lernort, sondern auch vielfach zum zentralen Ort religiöser Bildung, da für ein Engagement in der (Pfarr-)Gemeinde unter der Woche kaum noch Zeit zur Verfügung steht. Ganztagsschulen ihrerseits kooperieren mit außerschulischen Partnern, zu denen auch Kirchengemeinden und kirchliche Jugendverbände zählen. Dem Projekt kajuga liegt die These zugrunde, dass Kooperationen von Ganztagsschule und kirchlichen Jugendverbänden deutliche Veränderungen für beide Seiten in Hinblick auf die (religions-)pädagogische Arbeit und deren strukturelle Organisation hervorbringen. Hieraus ergibt sich ein doppelter Forschungsbedarf: Zum einen bedarf es einer eigenen religionspädagogischen Konzeptionierung kirchlicher Jugendverbandsarbeit an Ganztagsschulen, sollte sich die These als tragfähig erweisen. Zum anderen ist auch nach dem Einfluss von kirchlicher Jugendverbandsarbeit auf (informelle, non-formale) Bildungsprozesse zu fragen, insbesondere da bislang religiöse Angebote in den vorliegenden Studien zur Ganztagsschule kaum untersucht werden.

Das Projekt kajuga überprüft die leitende These empirisch, will einen innovativen Beitrag zur Profilierung religiöser Bildungsprozesse in Ganztagsschule leisten und eine empirisch fundierte religionspädagogische Theorie katholischer Jugendverbandsarbeit in Ganztagsschule entwerfen. Dies geschieht in vier Teilzielen:

  1. Analyse der Angebote katholischer Jugendverbandsarbeit in Ganztagsschulen in ihrer theoretischen Konzeptionierung und praktischen Durchführung.
  2. Einbettung der empirischen Ergebnisse in den Horizont der Theorien über Ganztagsschulbildung, formelle und non-formale Bildung sowie Schulpastoral und Jugendverbandsarbeit.
  3. Entwicklung einer Theorie, die Ganztagsschule als einen spezifischen religionspädagogischen Lernort von katholischer Jugendarbeit ausweist.
  4. Klärung der Bedeutung (katholischer) Jugendverbandsarbeit in Ganztagsschule für die Konzeptionierung benachbarter Diskurse (z. B. Schulprofilentwicklung).

Das kajuga-Projekt ist als qualitative-empirische Studie angelegt.

Herzlich Willkommen Lena Tacke

  Das kajuga-Team begrüßt Dr. Lena Tacke als neue Mitarbeiterin im Projekt. Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit und wünschen ihr einen guten Start im Projekt und an der TU Dortmund! In Kürze finden sich weitere Informationen (sowie jetzt auch schon...

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Wir winken und danken Laura Otte

  Das kajuga-Projektteam verabschiedet sich von Laura Otte, die nun eine neue Stelle beim BDKJ in Osnabrück antritt. Ein Video zur Begrüßung auf der neuen Stelle findet sich hier: https://bdkj-osnabrueck.de/2019/09/herzlich-willkommen-laura-und-kristin/. Wir...

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Zwei aktuelle Veröffentlichungen

Wir freuen uns sehr, auf zwei aktuelle Veröffentlichungen hinzuweisen, in denen kajuga jeweils mit einem Beitrag vertreten ist: Der Beitrag im "Handbuch Kirchliche Jugendarbeit" beleuchet die veränderten schulischen und verbandlichen Bedingungen als Ausgangspunkt für...

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Rückblick auf das Expert_innenhearing

Ein großes Dankeschön geht an alle Gäste, die sich mit uns am vergangenen Donnerstag und Freitag (07.-08.02.2019) über kajuga und erste Ergebnisse des Forschungsprojekts ausgetauscht haben. Am Donnerstag stand nach einer kurzen Projektvorstellung zunächst vor allem...

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Das Projekt wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.